KI-Kennzeichnung auf Plattformen.

Geprüft am

Kurzantwort

Die meisten großen Plattformen verlangen einen Hinweis auf realistische KI-Inhalte und setzen zusätzlich eigene Labels: YouTube und TikTok bei realistischen Inhalten, Meta bei fotorealistischen Videos und realistisch klingendem Audio. YouTube, TikTok, Meta und LinkedIn beschreiben, dass sie C2PA-Inhaltsnachweise lesen; Musikdienste setzen auf eigene Angaben in den Credits oder eigene Erkennung.

Amtliche Quellen: YouTube-Hilfe · TikTok-Community-Richtlinien

Die Plattformen im Vergleich

KI-Kennzeichnung und Content Credentials nach den eigenen Seiten der Plattformen, gelesen am 3. November 2026
PlattformHinweis durch CreatorLabel der PlattformC2PA
YouTubeJa, bei realistischen KI-InhaltenJa, auch automatisch bei C2PA-MetadatenLiest C2PA
Instagram, Facebook, ThreadsJa, bei fotorealistischem Video und realistisch klingendem Audio; politische Werbung„AI info“ bei C2PA- und IPTC-SignalenLiest C2PA und IPTC
TikTokJa, bei realistisch wirkenden Szenen oder PersonenJa, bei eigenen KI-Effekten und Content CredentialsLiest C2PA, fügt eigene hinzu (angekündigt Mai 2024)
LinkedInNicht beschriebenC2PA-Symbol bei signierten InhaltenLiest und zeigt C2PA
SpotifyKI-Angaben in den Credits über DDEX, geliefert vom VertriebKeines beschriebenNicht beschrieben
PinterestNicht als Pflicht beschrieben„AI modified“ aus IPTC-Metadaten und eigenen KlassifikatorenNicht beschrieben (liest IPTC)
DeezerKeine Pflicht beschriebenMarkiert Alben mit vollständig KI-generierten TitelnNicht beschrieben (eigene Erkennung)
SoundCloudEmpfohlen in der Titelbeschreibung, für Betreiber nach Artikel 50 Absatz 4Keines beschriebenNicht beschrieben
Amazon KDPJa, KI-generierte Texte, Bilder und ÜbersetzungenKeines beschriebenNicht beschrieben
SteamJa, im Content SurveyAngaben helfen Käufern laut ValveNicht beschrieben
Google Ads und Merchant CenterJa, bei Wahlwerbung; KI-Metadaten in Produktbildern behaltenHinweis aus dem KontrollkästchenNicht beschrieben (IPTC-Metadaten)

Nicht lesbar waren am 3. November 2026 die Seiten von X, Etsy, Shutterstock und Adobe Stock (automatisierte Abrufe abgelehnt, HTTP 403) sowie die Hilfeseite von Getty Images (Text nur per JavaScript); wir haben nicht versucht, das zu umgehen.

Was die Plattformregeln nicht ersetzen

  • Plattformregeln gelten neben dem Gesetz. Wer beruflich einen Deepfake veröffentlicht, muss ihn nach Artikel 50 Absatz 4 der KI-Verordnung selbst deutlich offenlegen (KI-Kennzeichnung).
  • Ein Label der Plattform ist deren eigener Hinweis; nach den Leitlinien der Kommission bleibt die Pflicht beim Betreiber.
  • Content Credentials gehen beim Neu-Speichern oder bei Screenshots oft verloren; behalten Sie die Originaldatei (was ist C2PA?).

Quellen

Zuletzt geprüft am von Volkan Çatak, Gründer, Proofcan.

Keine Rechtsberatung. Diese Seite erklärt amtliche Texte in einfachen Worten und verlinkt jeden davon; prüfen Sie die Quellen oder fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt, bevor Sie eine Entscheidung darauf stützen.