KI-Musik kennzeichnen.
Geprüft am
Kurzantwort
Die KI-Verordnung verlangt keinen Hinweis auf jedem KI-generierten Song: Die Offenlegungspflicht gilt für Deepfakes, und die Leitlinien der Kommission behandeln KI-Musik, die dem individuellen Stil bestehender Künstler ähnelt, als Deepfake innerhalb eines künstlerischen Werks, für den ein Hinweis genügt, der den Genuss nicht beeinträchtigt. Plattformen wie YouTube verlangen eine eigene Angabe, wenn KI-Musik im Mittelpunkt eines Videos steht.
Amtliche Quellen: Leitlinien der Kommission zu Artikel 50 · YouTube-Hilfe: Offenlegung von KI-Inhalten
Wer welche Pflicht hat
| Wer | Pflicht | Grundlage |
|---|---|---|
| Das Unternehmen hinter dem Musikgenerator | Seine Ausgaben maschinenlesbar markieren, als KI erkennbar; die Leitlinien zählen Sprache, Instrumentalmusik und andere Töne zu Audio | Artikel 50 Absatz 2 |
| Künstler, Label oder Marke, die KI-Musik im Stil bestehender Künstler veröffentlichen | Deepfake in einem künstlerischen Werk: in geeigneter Weise offenlegen, ohne den Genuss zu beeinträchtigen | Artikel 50 Absatz 4; Leitlinien |
| Jeder, bei vollständig KI-komponierter Musik | Die Seite der Kommission zu den EU-Symbolen nennt „vollständig KI-komponierte Musik oder Kunst“ als Anwendungsfall des Symbols „Fully AI-Generated“, mit dem Hinweis auf die vereinfachte Regel für künstlerische Werke | Seite zu den EU-Symbolen |
| Eine Privatperson, die zum Spaß Songs erstellt | Keine Pflicht aus der KI-Verordnung | Artikel 2 Absatz 10 |
Auch die vereinfachte Regel verlangt einen Hinweis. Der Praxisleitfaden erlaubt seinen Unterzeichnern, ihn in Begleittext oder Beschreibung, im Abspann oder neben dem Audioplayer zu platzieren, solange man ihn ohne zusätzliche Klicks bemerkt. Rechte Dritter bleiben davon unberührt.
Was Streaming-Plattformen sagen
| Plattform | Regel | Quelle |
|---|---|---|
| YouTube | Creator müssen KI-Inhalte offenlegen, die Musik erzeugen, die im Mittelpunkt des Videos steht; KI-Musik kann im Player einen Hinweis bekommen | YouTube |
| Spotify | Unterstützt einen über DDEX entwickelten Branchenstandard für KI-Angaben in den Credits und zeigt sie an, sobald Vertriebe sie liefern; es gehe nicht darum, Künstler zu bestrafen, die KI verantwortungsvoll nutzen; Stimmimitation nur mit Zustimmung der imitierten Person | Spotify, 25. September 2025 |
| Deezer | Kennzeichnet Alben mit vollständig KI-generierten Titeln und schloss solche Titel zum Zeitpunkt der Ankündigung aus algorithmischen und redaktionellen Empfehlungen aus | Deezer, 20. Juni 2025 |
Ein praktischer Ablauf für Veröffentlichungen
- Pro Titel notieren, wo KI im Spiel war: Gesang, Instrumente, Text, Mischung oder Mastering.
- Das über den Vertrieb in die Credits geben; Spotify zeigt die DDEX-Angaben, die es erhält.
- Imitiert ein Titel die Stimme oder den Stil eines echten Künstlers: in Beschreibung oder Credits offenlegen und die nötigen Rechte einholen.
- Auf YouTube die KI-Einstellung setzen, wenn KI-Musik im Mittelpunkt des Videos steht.
- Die Dateien des Generators und eingebettete Content Credentials oder Wasserzeichen aufbewahren.
Fragen
- Ist KI-Musik ein Deepfake?
- Sie kann es sein. Die Leitlinien der Kommission nennen KI-generierte Musik jeden Genres, die dem individuellen Stil bestehender Künstler ähnelt, als Beispiel für einen Deepfake innerhalb eines künstlerischen oder kreativen Werks; dafür gilt die vereinfachte Hinweisregel.
- Verbietet Spotify KI-Musik?
- Die Ankündigung vom 25. September 2025 beschreibt kein Verbot. Sie beschreibt KI-Angaben in den Credits, strengere Regeln gegen unerlaubte Stimmklone und Imitation und Maßnahmen gegen Spam; kreative Entscheidungen überlässt Spotify nach eigener Aussage den Künstlern.
Quellen
- Leitlinien der Kommission zu den Transparenzpflichten nach Artikel 50 der KI-Verordnung (C(2026) 5054, 20. Juli 2026)Europäische KommissionEnglische Originalfassung; die deutsche Fassung dieser Seite ist eine maschinelle Übersetzung der Kommission.gelesen am
- EU-Symbole zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte (EU Icons)Europäische KommissionEnglische Originalfassung; die deutsche Fassung dieser Seite ist eine maschinelle Übersetzung der Kommission.gelesen am
- Code of Practice on Transparency of AI-Generated Content — endgültiger Text (PDF)Europäische KommissionNur auf Englisch veröffentlicht.gelesen am
- KI-Verordnung, Artikel 50: Transparenzpflichten für Anbieter und Betreiber bestimmter KI-SystemeEuropäische Kommission, AI Act Service Desk (AI Act Explorer, deutsche Fassung)Konsolidierte Fassung mit Stand 27. Juli 2026 (einschließlich der Digital-Omnibus-Verordnung (EU) 2026/1744), angezeigt im AI Act Explorer der Kommission.gelesen am
- Disclosing use of GenAI contentYouTube Helpgelesen am
- Spotify Strengthens AI Protections for Artists, Songwriters, and Producers (25 September 2025)Spotify Newsroomgelesen am
- Deezer launches world’s first AI tagging system for music streaming (20 June 2025)Deezer Newsroomgelesen am
Zuletzt geprüft am von Volkan Çatak, Gründer, Proofcan.
Keine Rechtsberatung. Diese Seite erklärt amtliche Texte in einfachen Worten und verlinkt jeden davon; prüfen Sie die Quellen oder fragen Sie eine Anwältin oder einen Anwalt, bevor Sie eine Entscheidung darauf stützen.